| Kleine Lehre der Homöopathie Die Homöopathie ist ein Heilsystem, welches auf dem Ähnlichkeitsprinzip gegründet ist. Ihr Namen setzt sich aus den griechischen Wörtern homoion (ähnlich) und pathos (Leiden) zusammen. Ein guter Homöopath muss für jeden Patienten das dem jeweiligen Krankheitszustand entsprechende Heilmittel finden. Er benötigt dafür die genaue und bis ins kleinste Detail gehende Beschreibung und Erkundung der Symptome und Zeichen seines Patienten. Für den Tierhomöopathen ist genaue Untersuchung des Tiers und die enge Zusammenarbeit mit dem Besitzer daher äußerst wichtig, um ein wirksames Heilmittel zu finden. Die Dosis und die Stärke der verordneten Arznei werden nach dieser Untersuchung der Empfindlichkeit des Patienten individuell angepasst. Die Behandlung, in deren Verlauf mehrere Arzneien aufeinander folgen können, beginnt auch in chronischen Fällen mit einem einzigen homöopathischen Mittel. Der Behandlungsverlauf wird in regelmäßigen Abständen mit dem Therapeuten besprochen. Sehr vorteilhaft ist es daher für diese sehr schwierige Heilkunst, eine erfahrenen Tierarzt zu finden, der zusätzlich eine Ausbildung in der Homöopathie absolviert hat. Da jedes wirksame Heilmittel falsch angewandt auch negativ wirken kann, sollte man auch in der Homöopathie die Behandlung dem Spezialisten überlassen. Die nachstehende Übersicht soll daher nicht zur eigenmächtigen Anwendung von Homöopathie anspornen, sondern nur eine kleine Übersicht über die Behandlungsmöglichkeiten durch die Homöopathie geben. Das homöopathische Heilmittel: Silicea Der Tierhomöopath verordnet dieses Mittel zur Nachbehandlung von chronischen Leiden und Entzündungen mit Eiterbildung, wie z. B. Afterdrüseninfektion, chronische Bindehautentzündung oder Mittelohrentzündung. Silicea ist ein anderer Ausdruck für Kieselsäure, die vom Körper in winzigen Mengen ins Gewebe eingelagert wird. Das homöopathische Heilmittel: Arnika Der Tierhomöopath verordnet dieses Mittel zur Nachbehandlung von chronischen Leiden und Entzündungen mit Eiterbildung, wie z. B. Afterdrüseninfektion, chronische Bindehautentzündung oder Mittelohrentzündung. Arnika ist eines der wirksamsten homöopathischen Mittel und wird auch als "Allheilmittel" bezeichnet. Das homöopathische Heilmittel: Hypericum Der Tierhomöopath verordnet dieses Mittel, das auch Johanniskraut heißt, bei Schmerzen durch Bisse, Verletzungen oder andere Wunden. Es kann auch positiv auf Lähmungserscheinungen einwirken. Bei Katzen kann man Schmerzen oft schlecht erkennen. Ruhelosigkeit oder mangelnder Appetit kann Anzeichen dafür sein. Das homöopathische Heilmittel: Arsenicum Dieses ist bei den meisten Menschen nur als Gift bekannt. Dass es auch als homöopathisches Heilmittel dient, wird so manchen verwundern. Es wird jedoch als Mittel gegen akutes Erbrechen und Durchfall, gegen Fieber, Bindehautentzündung, Niesen, Appetitlosigkeit und viele Hauterkrankungen auch in der Tierhomöopathie eingesetzt. Bei Arsenicum ist der Wirkstoff, wie bei allen homöopahtischen Mitteln, extrem hoch verdünnt und damit unschädlich. Das homöopathische Heilmittel: Cantharis Der Tierhomöopath verordnet Cantharistabletten bei akuter und chronischer Blasen- und Nierenentzündung, bei Insektenstichen, Verbrühungen oder Ekzemen. Homöopathische Heilmittel sind zur Nachbehandlung einer chronischen Krankheit oft besser geeignet als zur Ersttherapie. Das homöopathische Heilmittel: Sulfur Der Tierheilpraktiker verordnet dieses Mittel bei Ekzemen, chronischen Hautleiden, Krätze, Räude oder Vereiterungen. Es eignet sich, richtig angewandt, auch bei chronischem Durchfall oder Fieberzuständen. Sulfur, also Schwefel, wird schon seit Jahrhunderten zur Behandlung von Hautproblemen, aber auch bei Verstopfung angewandt. Das homöopathische Heilmittel: Bryonia Der Tierhomöopath verordnet dieses Mittel bei Krankheiten, die sich durch Bewegung verschlimmern, z. B. Arthritis und Rheumatismus. Es wird auch bei Nasenbluten verwendet. Es ist ideal, einen Tierheilpraktiker zu finden, der gleichzeitig auch Tierarzt ist. Das homöopathische Heilmittel: Scutellaria Der Tierhomoöpath verordnet dieses Mittel bei Angst, Übererregbarkeit und Nervosität. Katzen, die übermäßig lebhaft sind und die Wohnung auf den Kopf stellen, können ein wenig besänftigt werden. Man bezeichnet Scutellaria (Helmkraut) auch als den homöopathischen "Tranquilizer". Das homöopathische Heilmittel: Euphrasia Der Tierheilpraktiker empfiehlt Euphrasia zur Linderung von Bindehautentzündungen und bei tränenden Augen. Ein Tropfen der Urtinktur mit einem Eierbecher voll abgekochtem, lauwarmen Wasser gibt ein recht wohltuendes Augenbad. Innerlich wird Euphrasia bei allergischen Erscheinungen und Schnupfen angewandt. |