Lassen Sie Ihre Katze kennzeichnen!

Tätowierung erleichtert Zuordnung zum Besitzer, aber nur ein Mikrochip ist wirklich einmalig!

Hunderttausende von Katzen verschwinden jedes Jahr in der Bundesrepublik.
Viele werden überfahren oder von Jägern abgeschossen, aber von den meisten fehlt einfach jede Spur. Auf der anderen Seite werden viele Tiere gefunden, deren Besitzer, sofern sie sich nicht von selbst im Tierheim melden, nicht ermittelt werden können. Grund dafür ist das Fehlen einer zweifelsfrei zuzuordnenden Kennzeichnung. Bislang war die Tätowierung Mittel der Wahl, wenn es darum ging, Tiere vor Verlust zu schützen. Bei der Tätowierung wird dem Tier ein Nummerncode in die Ohren eingeprägt, anhand dessen es, sollte es irgendwo zulaufen, identifiziert werden kann.
Doch die Nachteile der Tätowierung wurden über die Jahre immer augenfälliger: So wurde nicht immer nach einem einheitlichen Standard tätowiert, und für den Eingriff musste das Tier in Narkose gelegt werden. Hinzu kam, dass oftmals dieselbe eintätowierte Nummer an verschiedene Tiere vergeben wurde oder die Tätowierung schon nach einigen Jahren kaum noch lesbar war, so dass Fundtiere trotz ihrer Markierung nicht mehr zugeordnet werden konnten. Auch Missbrauch war bei der Tätowierung möglich, da Zahlen abgeändert werden konnten. Dies spielte in erster Linie bei wertvollen Rassetieren eine Rolle.

Unser Tierschutz-Verein empfiehlt die Implantation von Mikrochips, durch die die Katze unverwechselbar gekennzeichnet wird. Im Tierheim hat die Anwendung von Mikrochips, die jeder Katze und jedem Hund unter die Haut gepflanzt werden, bereits 1998 Einzug gehalten, denn mit der Einführung dieser Mikrotransponder sind die Probleme der Tätowierung allesamt gelöst. In einer Kapsel aus Bioglas befindet sich der Mikrochip, der als Datenträger fungiert. Jeder Chip beinhaltet einen weltweit einmaligen Nummerncode. Der gesamte Transponder ist nur etwa reiskorngroß und wird vom Tierarzt mit einer Art Spritze unter die Haut gesetzt. Dieses Einsetzen ist nicht schmerzhafter als eine Impfung, so dass keine Narkose erforderlich ist. Der implantierte Transponder bleibt ein Leben lang lesbar, stört und belastet das Tier nicht, und da er innerhalb weniger Tage mit dem Bindegewebe verwächst, wandert er auch nicht durch den ganzen Körper.

Mittels eines Lesegerätes ist der Nummerncode des Transponders jederzeit zweifelsfrei abzulesen. Die Einführung des Mikrochips für Tiere im Tierheim wurde in Absprache mit den münsterischen Tierärzten beschlossen, die in ihren Praxen ihrerseits die Implantierung von Mikrochips anbieten. Das Tierheim Dülmen sowie jeder Tierarzt verfügt über ein entsprechendes Lesegerät, so dass ein unkomplizierter Nachweis der Identität eines markierten Tieres kein Problem mehr darstellt.

Sinnvoll ist der Mikrochip natürlich nur im Zusammenhang mit der Registrierung des Nummerncodes. Der Code wird im Impfpass des Tieres festgehalten und kann auch von verschiedenen Organisationen in Datenbanken gespeichert werden. Ein abgegebenes Fundtier wird - auch direkt im Tierheim - nun immer automatisch auf eine Transponderkennzeichnung hin untersucht und falls eine Nummer zu lesen ist, wird diese an die drei großen überregionalen Haustierregister weitergeleitet. Dort wird dann per Computer der Besitzer ermittelt und benachrichtigt.

Der Mikrochip ist die Kennzeichnungstechnik der Zukunft. Sicher, die Implantierung von Mikrotranspondern verursacht Kosten (die aber tragbar sind) und wer die Verantwortung für sein Tier ernst nimmt und es vor Verlust schützen will, wird diese Kosten gern in Kauf nehmen.

Bei der Tätowierung, die von uns oder vom Tierarzt schmerzlos vorgenommen wird, erhält das Tier einen bestimmten Nummerncode, für gewöhnlich in die Ohr-Unterseite, der im besten Fall sein Leben lang lesbar bleibt. Alle in Dülmen niedergelassenen Tierärzte und auch die vom Tierschutzverein Dülmen e.V. angesprochenen Tierärzte aus den umliegenden Kreisen sind auf die Tätowierung eingestellt.
Die eingeschränkte Zuverlässigkeit der Tätowierung als zweifelsfreie Kenn- zeichnung haben wir oben bereits erwähnt. Bereits tätowierte Tiere können, unabhängig vom Tätowierungssystem, auch vom Besitzer selbst dem zentralen Haustierregister gemeldet werden.

Wo und wie Sie Ihre Katze registieren können, erfahren Sie in unserem Service-Bereich beim Haustier-Register.

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