| Gefahren für Ihre Katze Wenn eine Katze, wie der Volksmund behauptet, wirklich sieben Leben hätte, würde sich dieses Kapitel erübrigen. Da diese Weisheit aber, wie so viele schlaue Sprüche über Katzen, aus dem Reich der Fabeln stammt, sollten Katzenhalter die folgende Aufzählung von Umständen und Dingen, die der Katze gefährlich werden können, unbedingt beachten. Neben der Katzenfängerei lauern die schlimmsten Gefahren für unsere Katzen in den eigenen vier Wänden. Einrichtungsgegenstände Schubladen und Schränke müssen verschlossen sein. Kätzchen kriechen gerne überall hinein und können in einem Schrank eingeschlossen bleiben oder sie können sich die Pfote an einer offenen Schublade verletzen, wenn sie hineinkriechen möchte. Auch auf dem Schreibtisch lauern Gefahren in Form von spitzen und kleinen Gegenstände (Münzen, Klammern, Gummis etc.). Das Tabak und Zigaretten nicht offen herum liegen sollten, versteht sich wohl von selbst. Badezimmer Das Kätzchen wird bestimmt versuchen, in die Wanne, das Waschbecken oder in die Toilette zu klettern, da sie das Wasser anzieht. Der Toilettendeckel muss immer geschlossen bleiben, denn man kann die Katzen nur unter schwierigen Umständen, wenn überhaupt, wieder heraus retten. Waschmaschinen und Wäschetrockner ... ... bergen ebenfalls Gefahren für Katzen, die oftmals unterschätzt werden. Katzen lieben es, sich in versteckte weiche Höhlen zurückzuziehen. Sehen Sie also, bevor Sie Wäschetrockner oder Waschmaschine anstellen nach, ob Ihre Katze es sich nicht vielleicht schon darin, in Wäsche gekuschelt, bequem gemacht hat! Es ist schon leider gelegentlich vorgekommen, dass Katzen aus Versehen mitgewaschen wurden und dabei meistens grausam zu Tode kamen. Küche und Co. Scheren, Messer und andere spitzen Gegenstände, an denen sich eure Katze verletzen kann, sollten aus der Reichweite von Katze entfernt werden. Am Besten ist es, schon den Katzen von klein auf zu lehren, dass sie nicht auf den Herd gehen sollen. Sie könnten sich Verbrennungen zuziehen. Kühlschranke und Gefriertruhen sollten nie unbeaufsichtigt offen stehen. Wegen der vielen guten Gerüche gehen Katzen dort gerne hinein. In Plastiktüten könnten Katzen qualvoll ersticken, denn sie klettern gern überall hinein. Kabel von Lampen und anderen elektrischen Einrichtungen sind sehr gefährlich für Katzen, da sie sie gerne zerbeissen, z. B. wenn ihnen Zähne wachsen. So ist es sinnvoll, Kabel unterm Teppich, in einer Kabelleiste zu verstecken oder aber zumindest sicher abzudecken. Kippfenster Wenn Sie Ihre Wohnung verlassen, vergewissern Sie sich, dass kein Fenster gekippt ist. Immer wieder erhängen sich Katzen qualvoll in gekippten Fenstern - eine der häufigsten Todesursachen bei den Stubentigern! Balkone Nicht jede Katze hat freien Auslauf in Wiesen und Feldern. Im Stadtgebiet und an stark befahrenen Straßen ist es einfach eine Frage des Überlebens, die Katze nicht vor die Haustür zu lassen. Als Alternative bieten viele Katzenfreunde ihren Lieblingen den Balkon als Aussichtsplatz und Sonnenbadestrand an. Im Prinzip wunderschön, aber durchaus nicht ungefährlich. Schon manche Katze ist bei ihrer Rekelei in den Sonnenstrahlen oder bei dem Versuch, einen vorbeifliegenden Vogel oder Falter zu erhaschen, in die Tiefe gestürzt und ist für immer verschwunden oder musste, schwer verletzt, eingeschläfert werden. Deshalb sollte man grundsätzlich an jedem Katzen-Balkon einen Schutz vor dem Herabfallen anbringen. Die Industrie bietet zu diesem Zweck spezielle Sicherheitsnetze an. Diese Netze sind wetter- und reißfest, kaum sichtbar, mit wenigen Handgriffen leicht anzubringen und zu erschwinglichen Preisen zu kaufen. Garten Wer von euch einen Garten hat, in den die Katze heraus gelassen werden darf, sollte auf jeden Fall einen entsprechend hohen Zaun um den Garten bauen, über den die Katze nicht springen kann. Besonders im Hinblick auf den schlimmen Umstand der Katzenfängerei sollte der Zaun auch für Menschen nicht ohne weiteres zu überqueren sein. Flohhalsbänder und andere Halsbänder ... ... können, natürlich besonders bei Freigängern, zur Todesfalle werden. Einmal im Gestrüpp verfangen, kommt die Katze nicht mehr frei und kann sich durch verzweifelte Befreiungsversuche in eine immer fatalere Situation manövrieren. Wird sie nicht rechtzeitig gefunden, muss sie erbärmlich verenden. Dabei ist Abhilfe so leicht geschaffen: Halsbänder werden an einer Stelle durchgeschnitten und die Enden mit einem einfachen Gummiband wieder zusammengenäht. So ist die Elastizität des Bandes gewährleistet und in der Not reißt das Halsband einfach ab - die Katze ist wieder frei. Straßenverkehr und Jäger... ...kosten alljährlich vielen tausend frei laufenden Katzen das Leben. Dagegen gibt es leider keinen Schutz. Die Kastration von Kater und Kätzin sorgt aber zumindest dafür, dass die Tiere nicht auf Freiersfüßen wandeln und allzu weite Streifzüge in die Umgebung machen, wobei sie gezwungenermaßen Straßen überqueren und Jagdgebiete durchwandern. Gefährliche Stoffe und Substanzen Aspirin Bleichmittel Deodorants Seife Reinigungsmittel Benzin Petroleum Blei Kalk Verdünner Ratten- und Mäusegift Reinigungsalkohol Strichnin Terpentin Laugen Schokolade Schon 10 g dunkle bzw. 30 g Milchschokolade sind tödliche Dosen. Kaffee, schwarzer Tee Bei grösseren Mengen kann der Genuss tödlich enden Giftpflanzen Manche Katzen, vor allem reine Wohnungskatzen, fressen aus Langeweile oder Spieltrieb Pflanzen ihrer Umgebung an. Bei Katzen sind Vergiftungen durch Zimmerpflanzen weitaus häufiger als solche durch Garten- oder wild wachsende Pflanzen. Hier finden Sie eine Auflistung der für Katzen giftigen Pflanzen: |